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Basilika von Superga

  • sacred
  • viewpoint
  • 4.7
  • Preis: 8 € - 10 € (Krypta & Kuppel)
  • Öffnungszeiten: Täglich 09:30 - 20:00 Uhr (im Winter kürzere Öffnungszeiten)
Wegbeschreibung
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Geschichte

Herzog Vittorio Amedeo II legte sein Gelübde 1706 ab, während er von genau diesem Hügel aus beobachtete, wie Turin unten der französischen Belagerung standhielt — sollte die Stadt überleben, versprach er, werde er der Jungfrau Maria an dieser Stelle eine Kirche errichten. Turin überlebte, und der Herzog hielt sein Versprechen: Er beauftragte den Architekten Filippo Juvarra mit dem Entwurf der Basilika; die Bauarbeiten liefen von 1717 bis 1731 und schufen eine Silhouette aus Tambour und Kuppel, flankiert von zwei Zwillingsglockentürmen und mit einem tiefen klassizistischen Portikus, die noch heute den 672 Meter hohen Hügel krönt und von weiten Teilen der darunterliegenden Stadt aus sichtbar ist.

Unter der Kirche birgt die Königliche Krypta die Gräber von Königen und Prinzen aus dem Haus Savoyen, darunter Vittorio Amedeo II selbst, der das Gebäude in Auftrag gab, in dem er schließlich beigesetzt werden sollte. Die Zahnradbahn Sassi-Superga, seit 1884 ununterbrochen in Betrieb, bringt seit Generationen Besucher den steilen letzten Abschnitt hinauf und macht den Aufstieg selbst zu einem Teil des Erlebnisses statt zu einem bloßen Hindernis.

Wussten Sie schon?

Eine schlichte Gedenktafel an der Außenmauer der Basilika erinnert an einen der dunkelsten Tage des italienischen Sports: Am 4. Mai 1949 stürzte ein Flugzeug mit der Mannschaft des Grande Torino — amtierender italienischer Meister und Rückgrat der Nationalmannschaft — bei dichtem Nebel auf dem Rückflug von einem Spiel in Lissabon gegen die Stützmauer der Basilika, wobei alle Insassen ums Leben kamen. Das Unglück löschte womöglich die stärkste Vereinsmannschaft aus, die Italien je hervorgebracht hat, und Fans des FC Torino pilgern noch heute jeden 4. Mai den Hügel hinauf, um am Unglücksort Kränze niederzulegen.

Die Zahnradbahn Sassi-Superga, die Besucher heute nach oben bringt, ist selbst ein kleines Stück Technikgeschichte: 1884 eröffnet, gehört sie zu den ältesten noch in Betrieb befindlichen Zahnradbahnen weltweit und bewältigt Steigungen, die für eine gewöhnliche Reibungsbahn ohne das Zahnradsystem auf der letzten Wegstrecke unmöglich zu bewältigen wären.

Gut zu wissen

Die Kirche der Basilika selbst kann frei besichtigt werden, doch für die Königliche Krypta und den Aufstieg in die Kuppel ist ein separates, kostenpflichtiges Ticket nötig — durchaus lohnenswert für alle, die sich für die Geschichte des Hauses Savoyen interessieren oder den Blick von der Kuppelgalerie über die Turiner Ebene bis zu den Alpen genießen möchten. Kombinieren Sie den Besuch mit der Fahrt auf der historischen Zahnradbahn von der Station Sassi hinauf, die genauso zum Ausflug gehört wie die Basilika selbst.

Im Winter gelten kürzere Öffnungszeiten, informieren Sie sich also vorab, besonders wenn Sie den Besuch von Krypta und Kuppel mit ausreichend Zeit für die Aussicht verbinden möchten — planen Sie für die Hin- und Rückfahrt vom Zentrum Turins samt Zahnradbahn mindestens einen halben Tag ein.