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Santuario della Consolata

  • sacred
  • 4.7
  • Preis: Kostenlos
  • Öffnungszeiten: Täglich 06:30 - 12:30 und 15:00 - 20:00 Uhr
Wegbeschreibung
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Geschichte

Das Heiligtum entstand rund um eine Kapelle, die erstmals im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde, und der greifbare Beweis für diese ältere Kirche steht bis heute in Form des freistehenden romanischen Glockenturms, des ältesten Turins. Das Gebäude, das Besucher heute sehen, entstand in mehreren Etappen: Guarino Guarini entwarf in den 1670er-Jahren die markante ovale Kuppelhalle, und spätere Architekten — Filippo Juvarra in der Barockzeit und Carlo Ceppi im 19. Jahrhundert — erweiterten und überarbeiteten sie weiter, indem sie neue Ausstattung über Guarinis ursprünglichen Entwurf legten, statt ihn zu ersetzen.

Diese Schichtung der Baugeschichte erklärt, warum das Innere so dicht und reich verziert wirkt — ein romanischer Turm, eine barocke Ovalhalle und spätere neoklassizistische wie eklektizistische Elemente, über rund tausend Jahre auf einem einzigen heiligen Ort angehäuft, statt nach einem einheitlichen Plan errichtet.

Wussten Sie schon?

Für die Turiner ist die Consolata nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen, sondern die Beschützerin der Stadt: Seit dem Mittelalter wird der Madonna Consolata zugeschrieben, Turin vor Hungersnöten, Pest und Cholera bewahrt zu haben, und ihr Festtag am 20. Juni bleibt eine der meistgefeierten religiösen Feiern der Stadt, bei der sich der Platz davor mit Pilgern und Prozessionen füllt.

Betritt man die Votivkapelle, sind die Wände vom Boden bis zur Decke mit silbernen Ex-voto bedeckt — kleine Metalltafeln und Gegenstände, die als Dank für Gnaden hinterlassen wurden, die Gläubige der Madonna zuschreiben, von sicheren Geburten bis zu überstandenen Krankheiten. Manche stammen aus Jahrhunderten zurück, und zusammen bilden sie ein inoffizielles, zutiefst persönliches Archiv Turiner Frömmigkeit, das sich in keiner Reiseführer-Tafel wirklich zusammenfassen ließe.

Gut zu wissen

Der Eintritt ist kostenlos, und das Heiligtum bleibt ein aktiver Gottesdienstort und kein Museumsstück — besuchen Sie es also mit dem stillen Respekt, den Sie jeder aktiven Kirche entgegenbringen würden; zurückhaltende Kleidung und eine gedämpfte Stimme werden geschätzt, besonders rund um die Messzeiten.

Direkt am selben Platz, dem Eingang des Heiligtums gegenüber, liegt Al Bicerin, das historische Café, dem seit dem 18. Jahrhundert die Erfindung des Bicerin zugeschrieben wird — Turins geschichtetes Getränk aus Kaffee, Schokolade und Sahne. Einen Besuch der Consolata mit einem Halt bei Al Bicerin zu verbinden, ist wohl eine der konkretesten und typischsten Turiner Kombinationen, die diese Stadt zu bieten hat.